Ernährung

Haben Sie gewusst, dass …

  • die Her­stel­lung, der Trans­port und die Ent­sor­gung unse­rer Nah­rungs­mit­tel ca. 30% der gesam­ten von uns aus­ge­stos­se­nen Treib­haus­ga­se produzieren?
  • regio­na­le, sai­so­na­le und nicht-tie­ri­sche Pro­duk­te öko­lo­gisch zu bevor­zu­gen sind? Ein Apfel ver­ur­sacht bei­spiels­wei­se ca. halb so vie­le Kli­ma­ga­se wie eine Bana­ne, ein Glas Milch hin­ge­gen ca. 4.5 x so viel wie eine Bana­ne oder 9 x so viel wie ein Apfel.
  • für die Her­stel­lung von Fleisch das 10-fache an Ener­gie und deut­lich mehr Anbau­flä­che auf­ge­wen­det wer­den muss, um den glei­chen Nähr­wert zu erhal­ten wie Gemü­se und Getreide?
  • ein voll­ge­stopf­ter Kühl­schrank mehr Ener­gie ver­braucht als ein leerer?
  • ein durch­schnitt­li­cher Schwei­zer Keh­richt­sack rund einen Drit­tel Bio­ab­fall enthält?

Ein Apfel ver­ur­sacht halb so vie­le Kli­ma­ga­se wie eine Banane.

Ein­fach sai­so­na­le und regio­na­le Pro­duk­te kon­su­mie­ren
Der Ein­kauf von sai­so­na­len Pro­duk­ten wirkt sich posi­tiv auf die Öko­bi­lanz aus. Dies ins­be­son­de­re, weil sie weder per Flug­zeug trans­por­tiert noch im fos­sil beheiz­ten Gewächs­haus ange­baut wur­den. Bevor­zu­gen Sie Gemü­se aus dem Frei­land gegen­über dem Treib­haus. Kau­fen Sie lie­ber mal einen Sbrinz statt Par­me­san. Pas­sen Sie ihren Spei­se­zet­tel der Jah­res­zeit an. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, son­dern bringt auch auto­ma­tisch Abwechs­lung auf den Tel­ler. Bio­lo­gisch pro­du­zier­te Pro­duk­te belas­ten dank einer gerin­ge­ren Was­ser- und Boden­ver­schmut­zung zudem die Tier- und Pflan­zen­viel­falt deut­lich weniger.

Ein­fach mass­voll Fleisch kon­su­mie­ren
Ein vege­ta­ri­sches Gericht belas­tet das Kli­ma im Durch­schnitt drei­mal weni­ger als ein Gericht mit Fleisch. Dies ist durch die ener­gie- und was­ser­in­ten­si­ve Fut­ter­pro­duk­ti­on bedingt, zudem pro­du­zie­ren Wie­der­käu­er (z.B. Rin­der) bei der Ver­dau­ung beson­ders kli­ma­schäd­li­ches Methan­gas. Kon­su­mie­ren Sie dar­um Fleisch zurück­hal­tend und bewusst. Wenn Sie Fleisch essen, dann den­ken Sie dar­an, dass das Tier nicht als Filet gelebt hat. „Nose to tail“ ist ein sinn­vol­les Kon­zept und span­nend zum Kochen.

Ein Apfel ver­ur­sacht halb so vie­le Kli­ma­ga­se wie eine Banane.

Ein­fach Food­was­te ver­mei­den
Mit jedem Lebens­mit­tel kon­su­mie­ren Sie auch graue Ener­gie. Sor­gen Sie dafür, dass kei­ne Lebens­mit­tel im Keh­richt lan­den: Kau­fen Sie nur so viel ein, wie es braucht und ver­wer­ten Sie auch Spei­se­res­te. Kein Kauf auf Vor­rat: Die Lage­rung im Gefrier­fach benö­tigt viel Ener­gie und die Qua­li­tät der Lebens­mit­tel nimmt ab. Stel­len Sie zudem nur Nah­rungs­mit­tel in den Kühl­schrank, die auch wirk­lich gekühlt wer­den müssen. 

Ein­fach Bio­ab­fäl­le sepa­rat sam­meln
Wer Bio­ab­fäl­le aus Küche und Gar­ten sam­melt und als Grün­gut ent­sorgt redu­ziert die Umwelt­be­las­tung und schliesst den natür­li­chen Wert­stoff­kreis­lauf. Das sepa­rat gesam­mel­te Grün­gut wird in Bio­gas­an­la­gen in Bio­gas (für Treib­stoff und zur Pro­duk­ti­on von Wär­me und Strom) und Kom­post­pro­duk­te umge­wan­delt. Eine ande­re Vari­an­te ist die dezen­tra­le Kom­pos­tie­rung. Der Kom­post kann anschlies­send als wert­vol­ler Dün­ger für Pflan­zen ver­wen­det werden. 

Kein Kauf auf Vor­rat: Die Lage­rung im Gefrier­fach benö­tigt viel Ener­gie und die Qua­li­tät der Lebens­mit­tel nimmt ab.