Mobilität


Haben Sie gewusst, dass …

  • knapp 40% der in der Schweiz ver­brauch­ten End­ener­gie auf das Kon­to des Ver­kehrs gehen? Die­ser stellt somit die gröss­te Ener­gie-Ver­brau­cher­grup­pe dar, noch vor den Haus­hal­ten und der Industrie.
  • eine Fahrt im ÖV in der Schweiz die Umwelt durch­schnitt­lich fünf Mal weni­ger belas­tet als eine Auto­fahrt? Die Bahn hat im Ver­gleich zum durch­schnitt­li­chen Auto sogar eine fast neun Mal bes­se­re Umweltbilanz. 
  • in zwan­zig Jah­ren bis zu 60 % der Fahr­zeu­ge auf unse­ren Stras­sen über einen elek­tri­schen Antrieb ver­fü­gen könn­ten? Der zusätz­li­che Strom­be­darf muss durch den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien bereit­ge­stellt wer­den. Aller­dings wird nicht die zusätz­li­che Strom­pro­duk­ti­on, son­dern die zeit­li­chen Unter­schie­de von Ener­gie­pro­duk­ti­on und Ver­brauch (Tag/Nacht bzw. Sommer/Winter) als gröss­te Her­aus­for­de­rung betrach­tet. Die Lösung sol­len intel­li­gen­te Net­ze und moder­ne Spei­cher­lö­sun­gen bringen.
  • (E-)Bikes öko­lo­gisch, gesund­heits­för­dernd, schnell und güns­tig sind, wenn Sie Auto­ki­lo­me­ter im Stadt­ver­kehr ersetzen?

Mit Bus und Bahn gewin­nen sie wert­vol­le Zeit und sind sicher unterwegs!

Ein­fach umstei­gen
Der ÖV wird in der Schweiz immer belieb­ter. Prak­tisch alle Ver­kehrs­mit­tel des öffent­li­chen Ver­kehrs wei­sen gegen­über dem Jahr 2000 eine höhe­re Ver­kehrs­leis­tung aus, ins­be­son­de­re die Eisen­bahn. In kei­nem ande­ren Land wer­den pro Jahr und Ein­woh­ner so vie­le Kilo­me­ter auf der Schie­ne zurück­ge­legt. Die stei­gen­de Nach­fra­ge ermög­licht ein bes­se­res Ange­bot: Die Ver­kehrs­mit­tel des öffent­li­chen Ver­kehrs sind häu­fi­ger (Takt­ver­dich­tun­gen), rascher (Geschwin­dig­keits­stei­ge­run­gen), direk­ter (umstei­ge­frei) und län­ger (Nacht­an­ge­bo­te) unter­wegs. Zudem wer­den Züge, Bus­se und Trams ste­tig an neue Kun­den­be­dürf­nis­se (Nie­der­flur­ein­stie­ge, Kun­den­in­for­ma­ti­ons­sys­te­me, Steck­do­sen etc.) ange­passt. So kön­nen Sie die Zeit im ÖV noch bes­ser zum Vor­be­rei­ten des nächs­ten Ter­mins oder für die Kaf­fee­pau­se nut­zen und rei­sen dabei erst noch mit dem sichers­ten und pünkt­lichs­ten Verkehrsmittel. 

Aktu­el­le Stu­di­en zei­gen, dass ein Elek­tro­au­to im Durch­schnitt 58% weni­ger CO2-Äqui­va­len­te (CO2-eq) aus­stösst.

Ein­fach aufs Velo set­zen
Die Velo­su­is­se-Ver­kaufs­zah­len spre­chen eine kla­re Spra­che: Immer mehr Leu­te ent­de­cken das Fahr­rad und E‑Bike als zeit­spa­ren­de, umwelt­freund­li­che und gesun­de Alter­na­ti­ve. Velos machen nicht nur Freu­de, son­dern sind auch unschlag­bar im Stadt­ver­kehr. 
Selbst­ver­ständ­lich ist ein her­kömm­li­ches Velo öko­lo­gi­scher als ein E‑Bike. Aller­dings füh­ren E‑Bikes dazu, dass das Auto ver­mehrt ste­hen gelas­sen wird, da auch län­ge­re Distan­zen ein­fa­cher und schnel­ler zurück­ge­legt wer­den kön­nen. Dadurch kann mit E‑Bikes jähr­lich viel Ben­zin gespart wer­den, denn der Ener­gie­be­darf eines E‑Bikes ent­spricht nur unge­fähr 0.1 Liter Ben­zin auf 100 Kilo­me­ter – also 50–60 Mal bes­ser als ein durch­schnitt­li­ches Auto. Noch öko­lo­gi­scher fah­ren Sie mit der Öko­strom­vi­gnet­te. Mit dem Kauf der Vignet­te wird eine defi­nier­te Kilo­me­ter­leis­tung des Elek­tro­ve­los pro Jahr garan­tiert mit Öko­strom gedeckt.

Die Bahn hat im Ver­gleich zum durch­schnitt­li­chen Auto eine fast neun Mal bes­se­re Umweltbilanz. 

Ein­fach ver­schie­de­ne Ver­kehrs­mit­tel kom­bi­nie­ren
Befin­det sich Ihr Rei­se­ziel nicht in der Nähe einer öV-Hal­te­stel­le, gibt es heut­zu­ta­ge vie­le Mög­lich­kei­ten, um Ihre öV-Rei­se mit wei­te­ren Ver­kehrs­mit­teln zu kom­bi­nie­ren. Legen Sie die  letz­ten Kilo­me­ter bei­spiels­wei­se mit Car­sha­ring, z.B. Mobi­li­ty, zurück oder lei­hen Sie sich ein Velo oder E-(Cargo-)Bike bei einem (seriö­sen) Bike-Sha­ring Anbie­ter (https://www.energieschweiz.ch/tools/shared-mobility).

Ein­fach Öko­strom tan­ken
2017 kam es zu einem Auf­schrei in den Medi­en, weil Elek­tro­au­tos gemäss der soge­nann­ten «Schwe­den­s­tu­die» nicht öko­lo­gi­scher sei­en als Autos mit Ver­bren­nungs­mo­tor. Ins­be­son­de­re sei die Pro­duk­ti­on der Bat­te­rien mit hohen CO2-Emis­sio­nen ver­bun­den. Unter­des­sen wur­de die Stu­die kor­ri­giert, aktua­li­siert und deut­lich rela­ti­viert. Aktu­el­le Stu­di­en zei­gen, dass ein Elek­tro­au­to im Durch­schnitt 58% weni­ger CO2-Äqui­va­len­te (CO2-eq) aus­stösst. Ent­schei­dend ist unter ande­rem der Strom­mix wäh­rend der Nut­zung, denn hier kann der Fah­rer selbst ent­schei­den. Wenn mög­lich, soll­te direkt Öko­strom getankt wer­den (bei­spiels­wei­se mit der Lade­kar­te von PLUG’N ROLL) oder der Ver­brauch mit der Öko­strom­vi­gnet­te öko­lo­gi­siert wer­den. Dann sind Elek­tro­au­tos bereits nach weni­gen Jah­ren Nut­zung öko­lo­gi­scher als Autos mit Verbrennungsmotoren. 

Ein­fach das Auto schlau nut­zen
Der Ener­gie­ver­brauch und der CO2-Aus­stoss von jedem Auto kann mit ein paar ein­fa­chen Mass­nah­men ver­min­dert wer­den: Mit dem rich­ti­gen Rei­fen­druck, Ver­wen­dung von rei­bungs­ar­mem Schmier­öl oder bes­se­ren Schein­werf­erlam­pen wird bis 20% Treib­stoff ein­ge­spart. Las­sen Sie Ihr Fahr­zeug von einem Fach­mann kon­trol­lie­ren (www.autoenergiecheck.ch). Gute Rei­fen zeich­nen sich neben einer guten Haf­tung auch bei nas­ser Stras­se eben­falls durch einen tie­fen Ener­gie­ver­brauch aus. Ach­ten Sie dar­um beim Kauf auf die Rei­fen­eti­ket­te. Bil­den Sie wenn mög­lich Fahr­ge­mein­schaf­ten: das spart nicht nur Ener­gie, son­dern führt zu weni­ger Ver­kehr auf der Stras­se und braucht weni­ger Parkplätze.

Mit dem rich­ti­gen Rei­fen­druck, Ver­wen­dung von rei­bungs­ar­mem Schmier­öl oder bes­se­ren Schein­werf­erlam­pen wird bis 20% Treib­stoff eingespart.

Ein­fach öko­lo­gi­sche Feri­en genies­sen
Feri­en in der Schweiz oder im nahen Aus­land bie­ten zahl­rei­che Vor­tei­le: Sie kön­nen ohne Stress mit dem (Nacht-) Zug anrei­sen, ohne lan­ge An- und Rück­rei­se bleibt mehr Zeit vor Ort, müh­sa­mer Jet-Lag in und nach den Feri­en fällt weg und die eige­ne Regi­on bie­tet aus einer Feri­en­per­spek­ti­ve plötz­lich span­nen­de Ent­de­ckungs­mög­lich­kei­ten. Sol­che Feri­en ent­las­ten nicht nur das Kli­ma, son­dern auch das Portemonnaie.