Klimawandel

Haben Sie gewusst, dass …

  • Koh­len­di­oxid CO2 für ca. die Hälf­te des vom Men­schen ver­ur­sach­ten Treib­haus­ef­fekts ver­ant­wort­lich ist? Neben CO2 sind v.a. noch Methan (CH4), Lach­gas (N2O) und syn­the­ti­sche Treib­haus­ga­se von Bedeu­tung. Deren Treib­haus­ef­fekt ist pro Kilo­gramm emit­tier­tes Gas teil­wei­se deut­lich grös­ser als der­je­ni­ge von CO2. Die Kli­ma­wir­kung ande­rer Treib­haus­ga­se wird in CO2 Äqui­va­len­ten (CO2-eq) aus­ge­drückt. 
  • der Treib­haus­ef­fekt durch die Erd­at­mo­sphä­re und ihre Bestand­tei­le ver­ur­sacht wird? Nur ein Bruch­teil davon ist Koh­len­stoff­di­oxid (rund 0,04 Volu­men­pro­zent). Den Groß­teil machen Stick­stoff, Sau­er­stoff und Argon aus (rund 99 Pro­zent). Sie haben jedoch kei­nen Ein­fluss aufs Kli­ma. Trotz der mini­men Men­gen hat CO2 eine gros­se Wir­kung – so kann auch der Mensch kilo­wei­se Zucker essen, aber weni­ge Nano­gramm eines Gif­tes rei­chen aus, um ihn zu töten. Wie der Welt­kli­ma­rat IPCC berich­tet, ist die CO2-Kon­zen­tra­ti­on in unse­rer Atmo­sphä­re so hoch wie nie zuvor in den letz­ten 800 000 Jahren.
  • die wei­te­re Zunah­me der Treib­haus­ga­se bis zum Ende die­ses Jahr­hun­derts die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur zwi­schen 1,5 und 4,5 Grad erhö­hen könn­te? Im Über­ein­kom­men von Paris von 2015 hat sich die Welt­ge­mein­schaft des­halb das Ziel gesetzt, die durch­schnitt­li­che glo­ba­le Erwär­mung im Ver­gleich zur vor­in­dus­tri­el­len Zeit auf deut­lich unter 2 Grad Cel­si­us zu begrenzen.
  • der Kli­ma­wan­del sich in der Schweiz über­durch­schnitt­lich äus­sert? Die mitt­le­re Jah­res­tem­pe­ra­tur ist seit Mess­be­ginn 1864 bereits um 2°C gestie­gen, gut dop­pelt so stark wie im glo­ba­len Mittel. 
  • der Treib­haus­gas­aus­stoss pro Kopf seit 1990 gesun­ken ist? Wäh­rend Herr und Frau Schwei­zer vor 28 Jah­ren im Durch­schnitt noch 6,68 Ton­nen CO2-eqaus­sties­sen, waren es 2016 noch 4,72 Ton­nen pro Kopf. Doch das reicht noch nicht. Bis 2050 will der Bun­des­rat den Pro-Kopf-Aus­stoss der Schweiz auf 1 bis 1,5 Ton­nen CO2 sen­ken. Die­ser Rest soll mit tech­ni­schen Treib­haus­gas-Sen­ken auf 0 redu­ziert wer­den (Net­to-Null Ziel). Zudem ver­ur­sacht die Schweiz nicht nur im Inland Emis­sio­nen, son­dern – durch den Import von Gütern – noch höhe­re im Ausland.

Ach­ten Sie dar­auf, als Strom‑, Wär­me- oder Gas­kun­de wenn mög­lich zer­ti­fi­zier­te erneu­er­ba­re und öko­lo­gi­sche Ener­gie zu beziehen.

Ein­fach öko­lo­gi­sche Ener­gie bezie­hen
Ein Gross­teil der Treib­haus­gas­emis­sio­nen ent­steht bei der Ener­gie­er­zeu­gung mit fos­si­len Brenn­stof­fen, also Öl, Erd­gas und Koh­le. Ver­su­chen Sie, wenn immer mög­lich, fos­si­le Ener­gie zu ver­mei­den, sei es bei der Mobi­li­tät, beim Hei­zen oder beim Strom­ver­brauch. Ach­ten Sie dar­auf, als Strom‑, Wär­me- oder Gas­kun­de wenn mög­lich zer­ti­fi­zier­te erneu­er­ba­re und öko­lo­gi­sche Ener­gie zu bezie­hen, am bes­ten mit dem Güte­sie­gel natu­re­ma­de. Die Schwei­zer Kern­kraft­wer­ke erzeu­gen zwar Ener­gie mit rela­tiv gerin­gen CO2 - Emis­sio­nen, haben aber eben­falls gra­vie­ren­de Umwelt­aus­wir­kun­gen bei der Gewin­nung des Urans oder bei der Lage­rung und Ent­sor­gung der radio­ak­ti­ven Abfälle.